Pressemitteilung / 05.03.2010
KREIS METTMANN Am 8. März 2010 ist Internationaler Frauentag. Dieser Tag der Vereinten Nationen wurde 1911 im Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr weltweit begangen.
„Seit 1911 sind wir ein großes Stück weitergekommen, aber noch immer gibt es gravierende Probleme, die vor allem Frauen treffen. Eines davon ist die Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft", sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll. „Diese Gewalt hat viele Gesichter, häusliche Gewalt ist die häufigste Form. 40 Prozent aller Frauen in Deutschland haben ab ihrem 16. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Das zeigt, die Gewalt ist keine Randerscheinung, sondern zieht sich durch alle Schichten."
Um sich vor Ort ein aktuelles Bild von den Schwierigkeiten zu machen, mit denen gewaltbetroffene Frauen und Mädchen zu kämpfen haben, besucht die Familienpolitikerin am 10. März das Frauenhaus im Kreis Mettmann. „Beratungs- und Zufluchtsmöglichkeiten sind in dieser Situation essentiell", so Michaela Noll. „Denn 75 Prozent der Opfer scheuen sich davor, sich überhaupt jemandem anzuvertrauen. In Einrichtungen wie unserem Frauenhaus im Kreis Mettmann erfahren sie vielleicht das erste Mal in ihrem Leben Sicherheit."
In Deutschland existieren mehr als 391 Zufluchtseinrichtungen, die Schutz und Aufklärung für betroffene Frauen und deren Kinder bieten. „Diese Einrichtungen brauchen Planungssicherheit, um ihre wichtige Arbeit auch zukünftig leisten zu können", sagte die Parlamentarierin. „Als Gesellschaft müssen wir uns alle dafür einsetzen, dass den Opfern der erforderliche Schutz gewährt werden kann. Häusliche Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache."
zurück