Michaela Noll, MdB

Einsamkeit im Alter nicht tabuisieren

Christian Carls (Diakonie RWL), Rachida El Khabbachi (Projektleiterin Café Frauen der Welt), Michaela Noll MdB, Dr. Kurt Holz (Vorsitzender des Presbyteriums d. ev. Kirche), Katrin Vinnicombe (Projektkoordinatorin Mehrgenerationenhaus), Regina Konrad (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Monheim a. Rh.), Naziha Zauaghi (Integrationsbüro der Stadt Monheim a. Rh.), Hans-Peter Anstatt (Soziale Dienste der Stadt Monheim a. Rh.)
Bildunterschrift (v.l.n.r.): Christian Carls (Diakonie RWL), Rachida El Khabbachi (Projektleiterin Café Frauen der Welt), Michaela Noll MdB, Dr. Kurt Holz (Vorsitzender des Presbyteriums d. ev. Kirche), Katrin Vinnicombe (Projektkoordinatorin Mehrgenerationenhaus), Regina Konrad (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Monheim a. Rh.), Naziha Zauaghi (Integrationsbüro der Stadt Monheim a. Rh.), Hans-Peter Anstatt (Soziale Dienste der Stadt Monheim a. Rh.)

„Einsamkeit im Alter“ war das Thema im Rahmen des wöchentlichen Frühstücks des Cafés der „Frauen der Welt“ im Monheimer Mehrgenerationenhaus. Zu Gast waren der Kommunikationswissenschaftler und Bildungsreferent der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., Christian Carls, Hans-Peter Anstatt von den Sozialen Diensten der Stadt Monheim am Rhein sowie die CDU-Bundestagsabgeordnete und Bundestagsvizepräsidentin a.D. für den Südkreis Mettmann, Michaela Noll. Moderiert wurde der Vormittag von Rachida El Khabbachi, der Projektleiterin des Cafés.

Christian Carls betonte in seinem Vortrag die Wichtigkeit des Themas: „Evaluationsberichte wie das Alterssurvey sprechen von 10% der älteren und hochbetagten Menschen, die sich einsam fühlen. Wir müssen aber auch die in den Blick nehmen, die „gelegentlich einsam“ angeben. Schon das gelegentliche Gefühl kann zu sozialem Rückzug führen!“ Einsamkeit im Alter stelle die Art wie wir leben in Frage, so Carls weiter, der zum Thema forscht. „Wer nicht mitspielen kann, wird schnell vergessen.“

Hans-Peter Anstatt stellte die Angebote der Stadt Monheim am Rhein vor. Neben den Seniorenbegegnungsstätten, seien auch die ZWAR-Gruppen (Zwischen Arbeit und Ruhestand) sehr aktiv. Sein Appell: Sollte man sich Sorgen um einen älteren Menschen in der Nachbarschaft machen, der alleine lebt, so genüge ein Hinweis und die sozialen Dienste der Stadt helfen.

„Wir haben das Thema in Berlin im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ganz oben auf der Agenda. Es betrifft in erster Linie ältere und hochbetagte Menschen, aber nicht nur. Jeder kann durch Zufälle oder Schicksalsschläge in diese Situation geraten“, so Michaela Noll und ergänzt: „Es ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir müssen uns alle fragen: Achten wir auf die Menschen in unserem näheren Umfeld? Sind wir bereit zu mehr nachbarschaftlichem Engagement? Wie motivieren wir die Menschen, bestehende Angebote zu nutzen?“