Michaela Noll, MdB

„So gut bin ich noch nie versorgt worden!“

Michaela Noll mit Hospizleiterin Silke Kirchmann
Michaela Noll MdB mit Hospizleiterin Silke Kirchmann

Schirmherrin Michaela Noll (MdB) traf sich erstmalig mit der neuen Hospizleiterin Silke Kirchmann

Nach einem kleinen Rundgang durch den Erweiterungsbau und den Hospizinnenhof hakte die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll nach, wo denn gegenwärtig „der Schuh drücke im Hospiz“? Zu Deutsch: Wo muss sich mehr tun in der gegenwärtigen Hospizarbeit? Da musste Hospizleiterin Silke Kirchmann, der vor allem die Hospiz-Bildungsarbeit am Herzen liegt, nicht lange überlegen: Sie plant im Herbst eine hochkarätige Bildungsveranstaltung, um vor allem die ethischen Probleme der Organspende mit Bürgern zu diskutieren. Ein zweites Thema, das Kirchmann durch einen Hospizimpuls vorantreiben möchte, besitzt ebenso viel Tragweite. „Noch dazu ein heißes Eisen“, wie Michaela Noll bestätigt: die Diskussion um aktive und passive Sterbehilfe. „Das ist mutig von Ihnen,“ honorierte sie Silke Kirchmanns Bemühen, mit Bildungsthemen durchaus auch in die Kontroverse zu gehen. Michaela Noll versprach, die Bildungsarbeit des Hospizzentrums dadurch zu unterstützen, dass sie bei der Suche nach hervorragenden Referenten helfen wird, wofür ihr Silke Kirchmann herzlich dankte.

Gut gelaunt beendete die Schirmherrin ihren 90minütigen Hospizbesuch, was wohl auch an der sehr guten Verköstigung im Franziskus-Hospiz lag. „So gut bin ich noch nie versorgt worden!“ Dank „Küchefee“ Barbara Miosga gab es diesmal für die Hospiz-Schirmherrin eine frische Suppe und ein Fischfilet. Seit Anfang Juli kocht das Hospizteam selbst für seine Bewohner, denn es weiß um die große sinnliche Bedeutung von Essen und Trinken für Menschen am Lebensende.

Michaela Noll setzt sich seit rund zehn Jahren als Schirmherrin aktiv für die Belange des Hauses ein. „Für mich ist das Franziskus-Hospiz ein ganz besonderer Ort ist, auch ein Ort der Nächstenliebe.“ Die Bundestagsabgeordnete erinnert sich noch gut an die „Frühzeit“ der Erkrather Hospizbewegung. Damals war die Stimmungslage im Wohnumfeld des 1993 erbauten Hospizes noch durchaus kontrovers. „Heute hingegen ist Ihr Haus rundum anerkannt!“