Michaela Noll, MdB

Verlässliche Nachmittagsbetreuung in der Schule

Bund stellt Ländern und Kommunen 2 Mrd. Euro für vielfältige Angebote zur Verfügung

Der Deutsche Bundestag hat sich am Donnerstag in erster Lesung mit dem Gesetzentwurf zur Errichtung des Sondervermögens „Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter“ (Ganztagsfinanzierungsgesetz) beschäftigt. Hierzu erklärt Michaela Noll, Bundestagsabgeordnete des Kreis Mettmann:

„Gerade außerhalb der großen Städte stellt die Einschulung der Kinder berufstätige Eltern vor große Herausforderungen. Denn die Schulzeit endet für Grundschüler meist in der Mittagszeit – doch nur selten deckt sich das heutzutage mit den Arbeitszeiten der Eltern. Viele Berufstätige wünschen sich, dass ihre Kinder auch am Nachmittag in guten Händen sind, gefördert und betreut werden. Nach dem rasanten Ausbau der Kindertagesbetreuung in den vergangenen Jahren ist der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter ein logischer und notwendiger nächster Schritt. Das hat die Union in ihrem Wahlprogramm versprochen – und das setzen wir jetzt um.

So vielfältig und unterschiedlich die Kinder sind, so vielfältig und unterschiedlich müssen auch die Nachmittagsangebote in den Grundschulen sein. Daher wollen wir nicht nur gebundene Ganztags-schulen fördern, sondern auch andere Angebote – wie offene Grundschulen und Hortbetreuung. Dafür stellt der Bund Ländern und Kommunen in den nächsten zwei Jahren insgesamt 2 Milliarden Euro zur Verfügung.

Freiwillige Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern ermöglicht Müttern und Vätern, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Gemeinsame Zeit mit Gleichaltrigen am Nachmittag fördert die sozialen Kompetenzen von Kindern und den Umgang miteinander. Für uns als Union ist es selbstverständlich, dass es weiterhin die Entscheidung der Eltern bleiben, ob sie dieses Angebot nutzen wollen.“